Was bedeutet „frei“?

Dieser Blog heißt „Freier Blick: Wovon soll er frei sein? Von Meinungen die auf Vorurteilen statt Informationen beruhen. Von voreiligen Schlussfolgerungen und der fehlenden Bereitschaft Ansichten zu ändern, wenn neue Tatsachen bekannt werden.

Die Grundhaltung in der Wissenschaftstheorie Karl Poppers bietet eine gute Orientierung: Sein kritischer Rationalismus vertritt die Position, dass jede Überzeugung vorläufig sein sollte. Theorien und Meinungen sind nie endgültig beweisbar: Stets können neue Erfahrungen gemacht werden, welche zu Lernfortschritt und Weiterentwicklung führen. Auf diese Weise entsteht eine Diskussionskultur, welche er so beschreibt:

„Ich könnte mich irren, Du könntest Recht haben und

gemeinsam kommen wir der Wahrheit vielleicht auf die Spur.“

 

 

4 Gedanken zu “Was bedeutet „frei“?

  1. Danke für das (mir bisher unbekannte) Feynman-Zitat. Ich muss mir endlich mal ein paar Bücher von ihm besorgen.
    Hier eine kleine Hommage zu seinem Geburtstag kürzlich, die beiden Photos darin finde ich passend ausgewählt:
    http://www.quantumdiaries.org/2012/05/11/happy-birthday-richard-feynman/
    Die Quantum Diaries kann ich nur jedem ans Herz legen der einen Einblick in die aktuelle physikalische Forschung bekommen möchte, der über die Berichterstattung normaler Medien hinausgeht. Es gibt immer wieder Artikel die auch Laien ein gewisses Verständnis vermitteln, gerade auch worum es beim LHC eigentlich geht.
    Besonders gefallen mir aber die Artikel von Byron Jennings, es geht meist um das Wesen von Wissenschaft: http://www.quantumdiaries.org/author/byron-jennings/

    >~~<

    • Danke für die Links auf Quantum Diaries. Feynman ist faszinierend: Ich schreibe mal einen kurzen Blogbeitrag zu einer bekannten Filmbiographie, die es von ihm gibt.

  2. Pingback: Richard Feynman: The pleasure of findings things out | Freier Blick

  3. Die Etymologie von „frei“ ist interessant: das Wort wird auf die idg. Wurzel *prai- zurückgeführt, und die soll „schützen“ bedeuten, „schonen, gern haben und lieben“!

    Davon leiten sich unsere Begriff ab für Freund, Freier und freien, befreien auch und freistellen (Gefreiter), Friede sodann für Schonung, Schutz und Freundschaft (s. Burgfrieden) und Friedhof für eingefriedeten und auf diese Weise geschützten wie unter Schutz gestellten Bereich. Und die Bezeichnung für unseren geliebten Freitag leitet sich ab von dem Namen der Göttin Freyja oder Frija, der – naheliegender Weise… – „die Geliebte“ bedeutet.

    Dass „die Gedanken frei“ sind, dürften selbst Wissenschaftler für sich in Anspruch nehmen, die glauben, (Hirn)“Verschaltungen legen uns fest. Wir sollten aufhören von Freiheit zu sprechen.“ Wären sie doch sonst nur von anderen programmierte sprechende Maschinen, was allerdings nicht erklärt, welche Grundlage die Rede von Gedankenfreiheit eigentlich hat.

    Und dass sie selbstverständlich den heute erreichten Schutz von Meinungs- und Glaubens- und aller sonstigen bürgerlichen Freiheiten in Anspruch nehmen, zeigen ihre seit Jahren gegen alle Einsprüche obstinat wiederholten zahllosen Bekundungen von performativen Selbstwidersprüchen der zitierten Art.

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