Die olympischen Spiele

Ich hoffe, Ihr geniesst die aktuelle Olympiade, dieses heidnische Fest. Im Jahr 380 wurde das Christentum im antiken Rom unter Kaiser Theodosius I. Staatsreligion. Sehr rasch wurde dann eine Serie anti-heidnischer Gesetze erlassen und dabei wurden im Jahr 393 auch die Olympischen Spiele verboten, denn deren Entstehung hing mit dem griechischen Göttervater Zeus und seiner Mutter Rhea zusammen: Olympia war der Ort des Zeusheiligtums in Elis und das olympische Feuer diente einst der Verehrung der Göttin Hestia, eine der zwölf auf dem Olymp herrschenden Götter.

Damit wurde eine bei den Griechen eingeführte rund 1000 Jahre beibehaltene Tradition beendet. 426 wurde dann das Zeusheiligtum in Olympia vom römischen Kaiser Theodosius II. verbrannt und damit endgültig den Spielen ein Riegel vorgeschoben (er verbot übrigens auch den Bau jüdischer Synagogen). Die Wiedereinführung der Spiele 1896 war damit gewissermaßen auch ein Zeichen der Überwindung der kulturellen Dominanz der Kirche.

Und heute? Dank der Sympathie, welche die olympische Idee geniesst, verdrängt der Vatikan diese Geschichte und der Papst betet für „brüderliche Spiele“. Nur ein paar sektiererische Gemeinden erinnern sich noch daran, dass es eigentlich Zeus-Spiele waren und warnen vor der „luziferischen Religion der olympischen Spiele“ und erklären zum Beispiel, warum die olympische Hymne dazu dient, die satanische Hölle heraufzubeschwören.

Wie dem auch sei: Viel Spaß bei den Spielen !

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